Technik

Air Force One – Das Flugzeug des Präsidenten der USA

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Die N24 Doku beleuchtet Hintergründe und zeigt Details über die legendäre Präsidentenmaschine, die auch ein wichtiges Statussymbol der USA ist.

 

Offiziell ist Air Force One das Rufzeichen für im Besitz der USAF (United States Air Force) befindliche Flugzeuge mit dem Präsidenten der Vereinigten Staaten an Bord. Im allgemeinen Sprachgebrauch beschreibt der Begriff Flugzeuge, die entworfen, gebaut und verwendet werden, um den Präsidenten der USA zu transportieren.

Die erste designierte Maschine für den Präsidenten war eine C-54 Skymaster (eine Variante der zivilen Douglas DC-4; die bekannt durch den Einsatz bei der Berliner Luftbrücke (Rosinenbomber)). Dieses Flugzeug, genannt die heilige Kuh, trug Präsident Franklin D. Roosevelt zur Jalta Konferenz im Februar 1945 und wurde später für weitere zwei Jahre von Präsident Harry S. Truman verwendet.
Das Rufzeichen „Air Force One“ wurde nach einem Vorfall im Jahr 1953 eingeführt. Eine Lockheed Constellation mit dem Rufzeichen Columbine II, die Präsident Dwight D. Eisenhower an Bord hatte, flog im selben Luftraum wie ein  ziviles Luftverkehrszeug mit demselben Rufzeichen.

Während der Amtszeit von Präsident Ronald Reagan begann der Bau der ersten Boeing 747 als Präsidentenmaschine. Seine Frau Nancy Reagan war maßgeblich an der Gestaltung der Innenausstattung beteiligt, das geprägt war von Stilelementen des amerikanischen Südwestens.
Im Jahre 1990, unter der Regentschaft von George H. W. Bush, wurden dann die ersten beiden Langstreckenversionen der Boeing 747-200B, mit der USAF-Bezeichnung VC-25A, in Betreib genommen.

 

Militärische Ausrüstung

 

Zum Schutz des Präsidenten verfügt die Air Force One über eine Bewaffnung, deren Details streng geheim sind.

Als gesichert gilt der Einsatz von Infrared Countermeasures (IRCM) – jeweils eins hinter jedem der vier Triebwerke und eines zentriert am Höhenleitwerk. Das System stört mit pulsierenden Infrarotstrahlen die Sensoren von Boden-Luft- oder Luft-Luft-Raketen die mit Infrarot Zielerfassung arbeiten.

Auch gegen den bei Atombomben auftretenden elektromagnetischen Impuls (EMP) ist die Elektronik des Flugzeuges durch die Außenhaut und die Verkabelung mit einem EMP-unempfindlichen Glasfasernetz, besonders geschützt.

Die Möglichkeit der Luftbetankung erhöht die Reichweite. Es wird auch vermutet, dass die Air Force One neben den Standardtanks der 747 über mindestens zwei weitere Tanks verfügt, welche die Reichweite im Notfall erheblich erhöhen würden. Dadurch könnte das Hoheitsgebiet der USA von jedem Punkt der Erde aus ohne Zwischenlandung erreicht werden.

 

Film

Der Film „Air Force One“ (1997) ist ein amerikanischer politischer Action-Thriller von Regisseur Wolfgang Petersen mit Harrison Ford in der Hauptrolle. Es geht um eine Gruppe von russischen Terroristen, die Air Force One entführen, um die Freilassung eines Diktators zu erpressen.